Die drei Lausbuben | Band 1
Erhältlich als E-Book (kindle) auf Amazon
Von: Lucia Grabner
Genre: Roman | Nostalgie, Humor & Herzklopfen |
Ein Lesevergnügen für Jung und Alt
Die Lausbuben-Reihe aus dem Hause LinguaDrago nimmt dich mit auf eine Reise zurück in eine Zeit, die wir alle im Herzen tragen.
Willkommen im Hauptquartier!
Schön, dass du da bist. Setz dich zu uns ans Lagerfeuer, nimm dir eine saure Zunge und ein kaltes Skiwasser – und lass dich entführen in einen Sommer, den du so schnell nicht vergessen wirst.
Ich freue mich riesig, dir mein neues Buch vorstellen zu dürfen: „Die drei Lausbuben ...und das völlige Chaos der ersten Liebe“.
Diese Geschichte ist wie ein Echo aus einer Zeit, die ich selbst so gut kenne – nicht, weil alles genau so passiert ist, sondern weil sich das Gefühl von damals, diese ganz spezielle Stimmung eines Sommers, tief in mein Gedächtnis eingebrannt hat. Es ist ein Wiedersehen mit dem Sommer, den wir alle einmal in unseren Herzen getragen haben.
Sie spielt mitten im wunderschönen Salzburger Land, dort, wo die Uhren im Dorf noch ein bisserl anders ticken, wo man zu Fronleichnam stolz sein bestes Gwand anzieht und wo eine mächtige, alte Linde zum Zentrum der Welt werden kann.
Worum geht es?
Eigentlich haben der elfjährige Leo und seine besten Kumpels Ben und Jonas den perfekten Plan für die großen Ferien. Ihr Baumhaus steht felsenfest, die Latzhosentaschen sind voller Süßigkeiten und die Welt folgt einer klaren, einfachen Buben-Logik. Doch der Sommer hat seine eigenen Pläne, und plötzlich bricht das größte Rätsel des Universums über die Bande herein: Mädchen.
Was folgt, ist eine herrlich turbulente Reise voller Slapstick und Herzklopfen:
- Jonas, unser kleiner „Herr Professor“, versucht das Phänomen der Weiblichkeit mathematisch mit Taschenrechner und Geometrie zu bändigen – und fängt sich prompt eine private Lehrstunde bei der treffsicheren Bogenschützin Andrea ein.
- Ben investiert sein gesamtes Erspartes in diplomatische Süßigkeiten-Revanchen auf dem Reiterhof.
- Und als Leos großer Bruder Adrian eine Wohnung für sein Studium in Wien sucht, gründen die Jungs kurzerhand eine „Rettungs-GmbH“ gegen eine vermeintliche Alimente-Katastrophe – und setzen damit unabsichtlich den gesamten Stammtisch beim Kirchenwirt in Brand!
Mitten in diesem herrlichen Chaos, zwischen Spionage-Aktionen im Thujen-Gebüsch und stillen Momenten beim Angeln an der Salzach, merkt Leo plötzlich, dass die freche Amelie aus dem Baumhaus viel mehr ist als nur ein „brauchbares Mädchen“. Sie hat nämlich Augen, die im Schein der Taschenlampe funkeln wie reines Gold...
Ein Buch für alle, die das Baumhaus im Herzen tragen
„Die drei Lausbuben“ ist kein reines Jugendbuch und kein klassischer Heimatroman – es ist ein Buch für alle Generationen. Es lädt Jugendliche dazu ein, über das herrlich-verrückte Chaos des Aufwachsens zu lachen, und nimmt Erwachsene an die Hand, um noch einmal tief in die eigenen Kindheitserinnerungen einzutauchen.
Es ist eine Liebeserklärung an die unerschütterliche Freundschaft, an den unbeschwerten Schmäh unserer Kindheit und an die Erkenntnis, dass das Erwachsenwerden zwar ein wilder Sturm sein kann, man vor dem Horizont aber keine Angst haben muss, solange die eigenen Wurzeln tief im Boden verankert sind.
Blick ins Buch gefällig? Schau dich in Ruhe um! Weiter unten findest du eine exklusive Leseprobe direkt aus der Baumhütte.
Leseprobe
Wenn der Buschfunk lichterloh brennt
Dienstagnachmittag. Die Rettungs-GmbH für Adrians Wien-Zukunft hatte ihre Arbeit aufgenommen. Das Ziel: Schnelles Geld für die drohende Alimente-Katastrophe. Doch statt einfach nur Rasen zu mähen, starteten Leo, Ben und Jonas eine unbewusste psychologische Kriegsführung im ganzen Dorf.
Erste Station: Der Dorfladen. Die drei Buben traten an die Kassa, wo die alte Frau Hubinger gerade die Regale einräumte. Leo stellte sich den Tresen, sah sie mit herzzerreißenden Kulleraugen an und sagte mit Grabesstimme: „Frau Hubinger... wir würden gern Ihr Altpapier wegbringen. Für eine kleine Spende. Es ist wegen meinem Bruder Adrian. Es ist ganz furchtbar. Er muss jetzt Alimente zahlen.“
Frau Hubinger erstarrte mitten in der Bewegung. Ihr fiel ein Glas Marillenmarmelade aus der Hand, das mit einem dumpfen Schlag auf den Boden knallte und in tausend Scherben zersprang. „Was?! Der Adrian?!“, kreischte sie, und ihre Dauerwelle schien sich vor Schock glattzuziehen. „Alimente? Aber der ist doch noch gar nicht achtzehn! Wer... ich meine... mit wem?!“
„Mit der Lisbeth, natürlich“, klinkte sich Ben pflichtbewusst ein und schüttelte traurig den Kopf. „Es ist wegen der Wohnung im achten Bezirk. Das Gesetz schlägt jetzt gnadenlos zu, hat der Jonas berechnet. Wir versuchen zu retten, was zu retten ist.“
Ohne auf die Schnappatmung von Frau Hubinger zu achten, schnappten sich die Jungs zwei leere Kartons und marschierten weiter. Sie dachten ja, sie hätten nur über die Wohnungskosten geredet. Doch hinter ihnen glühte bereits das Telefon im Dorfladen...
Mittwochabend: Der Dämmerschoppen beim Kirchenwirt. Herr Pichler – der strengste Vater des ganzen Dorfes – marschierte mit festem Schritt in die Gaststube. Er war bester Laune. Die Aussicht, dass seine Tochter Lisbeth nächstes Jahr in einer ordentlichen Altbauwohnung in Wien untergebracht war, gab ihm ein Gefühl von tiefem Seelenfrieden.
Doch als er die Gaststube betrat, wurde es schlagartig still. Das dumpfe Gemurmel am Stammtisch verstummte. Der alte Herr Leitner senkte den Blick tief in sein Bierglas, und der Huber-Bauer von nebenan räusperte sich betreten. Herr Pichler zog die Augenbrauen hoch und setzte sich an seinen Stammplatz. „Griaß eng, Burschen. Was schaut’s denn alle so drein, als hätt euch der Blitz beim Scheißen troffen?“
Niemand sagte etwas. Alle starrten auf ihre Tischdecken.
„Na geh, Franz“, brach Herr Leitner schließlich das Schweigen, lehnte sich vor und dämpfte die Stimme auf ein verschwörerisches Flüstern. „Du musst jetzt nimmer den starken Mann markieren. Wir wissen es eh schon alle. Das ganze Dorf weiß es.“
Herr Pichler blinzelte verwirrt. „Was wisst ihr?“
„Na, das mit deiner Lisbeth und dem Adrian!“, platzte es aus dem Huber-Bauern heraus, der die Spannung nicht mehr aushielt. „Dass die zwei... also, dass der Adrian jetzt Alimente zahlen muss! Und dass du den beiden schon die Wohnung im achten Bezirk besorgt hast, damit das Ganze diskret über die Bühne geht. Respekt, Franz! Dass du da so ruhig bleibst und dem Jungen nicht das Moped über den Schädel ziehst, hätte keiner von uns dacht!“
Herr Pichler starrte den Huber-Bauern an. Für fünf Sekunden setzte sein Herzschlag komplett aus. Seine Gesichtsfarbe wechselte von gesundem Alpin-Braun zu einem gefährlichen, pulsierenden Dunkelviolett.
„Was... habt... ihr... gesagt?!“
Wie Herr Pichler reagiert, als im selben Moment die drei Lausbuben mit einer klimpernden Kaffeedose voller „Alimente-Spenden“ zur Wirtshaustür hereinstolzieren?
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